GEN-AU SO!
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Der frühe Vogel…
Nadja Seidl ist 18 Jahre alt und interessiert sich schon länger für Naturwissenschaften. Schon seit der vierten Klasse weiß sie, dass sie später im Bereich der molekularen Pathologie tätig sein möchte. Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder auch das Forschungspraktikum. Nadja konnte eines der begehrten Praktika ergattern.
Die GEN-AU SummerSchool bietet Forschungspraktika für SchülerInnen ab der 11. Schulstufe in Labors in ganz Österreich an. Aber nicht nur Menschen mit Interesse für Naturwissenschaften bekommen etwas geboten: Neben Life Sciences und Bioinformatik bietet die GEN-AU SummerSchool auch Praktika in der sozialwissenschaftlichen ELSA-Forschung an, die sich mit gesellschaftsrelevanten Fragen der Genomforschung beschäftigt.
Nadja hat ein Praktikum in einem Zentrum für Pharmazie und Biotechnologie gemacht. Dazu musste sie wie alle anderen auch an einem Auswahlverfahren teilnehmen. Dafür schreibt man einfach eine Bewerbung in der die persönlichen Interessen angegeben werden und auch die Orte die für ein Praktikum in Frage kommen.
Mittendrin statt nur dabei
Im Labor durfte sie tatsächlich an einer Studie mitarbeiten. Und jetzt im Maturajahr hat sie Fachbereichsarbeit über ihre Erfahrungen aus dieser Zeit geschrieben. An den Sommer im Labor denkt sie gerne zurück: „Ich bin von meinem Betreuer und allen anderen sehr herzlich aufgenommen worden. Mir wurde viel beigebracht, zum Beispiel wie man Nährböden züchtet. Und mir ist alles sehr genau erklärt worden. Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich da so viel machen darf. Ich durfte wirklich mitarbeiten.“
Auch Dinge, die man eigentlich im Studium erst lernt, beherrscht Nadja jetzt schon, bevor sie überhaupt erst an die Uni kommt. Ihre Entscheidung, unbedingt in die Forschung zu gehen, ist im letzten Sommer sehr bestätigt worden: „Dass ich den Laboralltag so direkt mitbekommen habe, hat mich auf meinem weiteren Web ziemlich beeinflusst,“ erzählt sie.
"Wervolle" Erfahrung
Nadja empfiehlt jedem, der sich für Forschung interessiert, sich für ein solches Praktikum im Labor zu bewerben. Das Praktikum dauert einen Monat lang und man bekommt dafür 200 Euro Taschengeld. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit, eine Dokumentation über die Zeit in der Forschungsreinrichtung zu schreiben. Die besten zehn davon werden noch mal mit 100 Euro prämiert.
Aber auch die Forscher profitieren von ihren PraktikantInnen: „Eines Tages wollte jemand im Labor einen Screenshot am Computer machen. Da bin ich zur Hilfe gerufen worden – man hat dann mich gefragt, wie das geht. Da durfte ich den Herren Wissenschaftern auch mal etwas beibringen“, freut sich Nadja.
Für alle, die Lust bekommen haben: Die Motivationsschreiben können noch bis 23. März eingesandt werden.

Nadja Seidl hat ihre Chance im vergangen Sommer genutzt und ein GEN-AU SummerSchool Forschungspraktikum absolviert. Warum sie das nur jedem empfehlen kann und wie auch sie den Forschern etwas beibringen konnte erzählt sie im Interview.

