29.07.09 13:38

Innsbrucker Schüler machen Wissenschaft

Computer Simulations and Simulation Experiments - Essentials, Solutions and the Origin of Life. Klingt kompliziert - ist es auch. Aber sieben Tiroler Schüler haben sich dem Projekt gestellt und wurden dabei hervorragend von den Leuten der Uni Innsbruck unterstützt.

Kluge Köpfe

Unter dem Titel „Computer Simulations and Simulation Experiments – Essentials, Solutions and the Origin of Life“ tauchen sieben Schüler des Akademischen Gymnasiums Innsbruck und der HTL Innsbruck tiefer in die Welt der Wissenschaft ein. Sie befassen sich dabei mit Computersimulationen chemischer Systeme. Das ist aber nicht das einzige Projekt – auch Simulationsexperimente zu den Vorgängen auf der Urerde vor ca. 3,8 Milliarden Jahren stehen an. Ziel ist die Aufklärung der chemischen Evolution vom Ursprung des Lebens.

Projektinitator Bernd Michael Rode ist Vorstand des Instituts für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie der Universität Innsbruck. Das erste Forschungsprojekt befasst sich mit der Computersimulation flüssiger Systeme, insbesondere von Elektrolytlösungen, die für biologische Systeme von essentieller Bedeutung sind. Das zweite Forschungsprojekt umfasst Simulationsexperimente zur chemischen Evolution auf der Urerde vor ca. 3,8 Milliarden Jahren. Dabei interessieren sich die Jungforscher besonders für die Entstehung von Biomolekülen unter Urerdebedingungen. Der Ursprung allen Lebens sind Proteine. Peptide wiederum sind Bausteine der Proteine. Diese wollen sich die jungen Menschen ganz genau betrachten.

Die Faszination Wissenschaft erleben

Damit die Schüler für die Projekte fit sind, sind sie im Laufe des vergangenen Schuljahres zuerst intensiv in die Forschungsthematik eingeschult worden. Anschließend wurden direkt im Institut für Allgemeine, Anorganische und Theoretische Chemie Arbeitsplätze eingerichtet, an denen sie in die laufenden Forschungsarbeiten eingebunden wurden und sich zunehmend selbständig einbrachten. Aufgrund der sehr positiven Entwicklung des gesamten Projektes wurde nun ein Zusatzmodul bis September 2009 eingerichtet. „Ich bin sehr optimistisch“, so Projektleiter Bernd Michael Rode,“ dass es uns gelingt, die ambitionierten Schüler auch als Mitautoren auf verschiedenen Papers nennen zu können.“ Papers spielen in der Wissenschaft eine große Rolle. Sie sind Veröffentlichungen von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Ein wichtiger Aspekt der Zusammenarbeit mit Schulen ist die deutlich bessere Vernetzung zwischen der Universität und den Schulen im Umfeld der Studienentscheidung. Hier besteht die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Faszination Wissenschaft zu bieten. Dass dieses Konzept aufgeht, zeigt sich in der Begeisterung, mit der die Schüler bei der Sache sind. „Kostenfreie Vorlesungen, aktive Mitarbeit in der Spitzenforschung, Taschengeld, zur Verfügung gestellte High-Performance-PCs und Universitäts-Connections - Was will man mehr als an Naturwissenschaften begeisterter Jugendlicher“, bringt es der Schüler Andreas Lichtenberger auf den Punkt.

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