08.04.09 15:06

Sparkling Science

Wirf mit „Sparkling Science“ in den Sommerferien an der Uni einen Blick in deine mögliche Zukunft. So kannst du ein Maturaprojekt vorbereiten, erfährst den Unialltag hautnah und bekommst sogar noch Geld dafür. Dass das auch Spaß macht finden Schüler wie Betreuer..

Exklusive Maturavorbereitung

Sparkling Science ist eine Initiative des Wissenschaftsministeriums. Die Idee ist, dass Schulen und Unis enger zusammenarbeiten. Schüler bekommen die Möglichkeit, im Zuge ihrer Matura ein Projekt an einer Universität durchzuführen. Davon profitieren Schüler und Unis gleichermaßen. Die Unis können so die Studienzahlen erhöhen und die Schüler haben einen Einblick, wie’s an den Unis so zugeht und eine exklusive Maturavorbereitung. Am „Institut für Angewandte Synthesechemie“ auf der technischen Universität Wien waren im Sommer 2008 insgesamt 15 Schülergruppen für je vier Wochen. Der Chemiker Philipp Fruhmann war einer der Betreuer an der TU. In seinem Team war die Schülerin Silvia Fibi.

Silvia Fibi hat über ihre Biochemieprofessorin von dem Projekt erfahren. Fachlich war Silvia schon bestens vorbereitet, da sie die Chemie-HTL in der Rosensteingasse besucht. Die vier Wochen Praktikum gingen für sie schnell vorbei – an der schriftlichen Arbeit für die Matura schreibt Silvia noch.

Echte Forschung – nicht nur Kaffee kochen

Zu ihren Aufgaben an der gehörte etwa das Durchführen verschiedener Synthesen. Ziel war es, ein Schimmelpilzgift (Mycotoxin) zu synthetisieren. Mycotoxine richten im menschlichen Körper nämlich Schaden an. Das bedeutet, dass Silvia mit ihrem Mitschüler den ganzen Tag im Labor stand, Substanzen gemischt und gekocht hat. „Aber wir hatten zwischendurch genug Zeit zum Plaudern und zum Scherzen“, erzählt sie, „wir wurden von Philipp Fruhmann sehr gut betreut, er hat sich gut um uns gekümmert und uns alles genauestens erklärt.“

Im Sommer 2009 werden insgesamt 50 Stellen an verschiedensten Instituten ausgeschrieben. Wenn du dich dafür interessierst schickst du eine entsprechende Bewerbung. Die Betreuung übernehmen entweder Professoren, Dissertanten oder Diplomanden – das ist sehr unterschiedlich. Philipp Fruhmann ist Diplomand und daher mit 26 selbst noch recht jung. Auch ihm ist eine entspannte Stimmung bei Arbeit und Forschung sehr wichtig: „Bei uns am Stock war’s immer lustig mit der ganzen Runde. Auch für uns Diplomanden ist es interessant einen Einblick zu bekommen, wie man Leute managt. Und die Schüler waren oft sehr schnell mit ihren Aufgaben fertig, weil sie viele Vorkenntnisse hatten – da ging echt was weiter. Da wird man auch als Betreuer gefordert.“

Wissenschaft und Spaß daran

Das Praktikum wird auch bezahlt. Wenn man eine schriftliche Arbeit abgibt - die man für die Matura ohnehin schreiben muss - erhält man dafür etwa 400 Euro. Das Ministerium evaluiert die Berichte und Sparkling Science so ständig weiter entwickeln. Silvia sieht gerne auf die Zeit des Praktikums zurück: „Es hat schon sehr viel gebracht, weil es eine Vertiefung zu unserem Unterricht war und ich würde es auf jeden Fall weiter empfehlen, da es sehr viel Spaß gemacht hat. wie schon gesagt war es sehr lustig, vor allem wenn der Betreuer nicht zu finden war und wir ihn beim Tischfußballspielen entdeckt haben“

www.ias.tuwien.ac.at

www.sparklingscience.at

 

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