„Wir könnten kleine Marsmännchen sein“
Aliens über-all
Dass es „da draußen“ noch irgendwo Leben gibt, davon ist Sebastian überzeugt: „Ja ich glaube an Aliens. Das Universum ist so riesig, dass es sicher irgendwo anderes Leben gibt. Ob wir allerdings jemals darauf stoßen werden ist eine andere Geschichte.“ Da er sich schon seit langem für Weltraumthemen interessiert, hat der Jungastronom schon vor einiger Zeit damit begonnen, einen Gravitationssimulator zu schreiben. Danach kam ihm erst die Idee, dass er das Thema auch für die Matura verwenden könnte.
Sebastian besucht das Christian Doppler Gymnasium in Salzburg und schreibt seine Fachbereichsarbeit fächerübergreifend in Physik und Informatik. Dazu entwickelt er in Java ein Programm, mit dem er Partikel, die durch Gravitation wechselwirken, simulieren kann. So kann er mit der Hilfe von Computern ausrechnen, wie wahrscheinlich es ist, dass uns Asteroiden von fremden Planeten treffen.
Es gibt Theorien über kleine Organismen, die über längere Zeit im Weltraum überleben können. Das ist etwas möglich wenn sie in Asteroiden eingeschlossen sind. Wenn also ein Gesteinsbrocken einen Planeten verlässt und zu einem anderen fliegt, könnten so Lebensformen übertragen werden. „So könnte auch Material zwischen Mars und Erde ausgetauscht werden“, meint Sebastian: „Wir könnten also schon fast kleine Marsmännchen sein.“
Hilfe vom ÖWF
Sebastian bekommt dabei Unterstützung von Wissenschaftern des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF). So konnte er bei Gernot Grömer in Innsbruck ein "Innovationspraktikum" absolvieren. Einige der Berechnungen von Sebastian laufen jetzt gerade an den Hochgeschwindigkeitsrechnern der Universität Innsbruck, da jeder normale Heimcomputer mit den Berechnungen einfach völlig überfordert wäre.
Sebastian ist selbst auch Mitglied des ÖWF. Er war schon bei der Austromars Mission dabei, als ein großes Team eine Marsmission simuliert hat. Eine aufregende und schlaflose Zeit mitunter: „Als ich von Austromars erfahren habe, dachte ich mir, es wäre doch cool, wenn das auch bei uns in der Schule wäre. Ich bin dann zum Direktor marschiert und habe so den Stein ins Rollen gebracht. Schließlich war in unserer Schule die Mission Control Station, die 24 Stunden besetzt war.“
Bei all diesen astronomischen Ambitionen liegt es nahe, dass Sebastian nach der Matura Astrophysik studieren will. Vermutlich wird er dazu nach Innsbruck ziehen um dort am Institut für Astrophysik und Teilchenphysik zu studieren.
Die Ergebnisse seiner Fachbereichsarbeit stehen noch aus und werden auch am Ende der Matura noch nicht ganz vollständig berechnet sein. Eine Vorschau darauf, ob wir mal mit ein paar Gesteinsbrocken Einzeller auf Reise schicken können, sollte dann aber schon möglich sein.




