Wo ist mein „zu Hause“?
Internationale Verbindungen
In der 8.A. gibt es viele Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund. Das heißt, entweder sie selbst oder ihre Eltern wurden nicht in Österreich geboren. Durch die Beschäftigung mit den Vorteilen und Nachteilen die es mit sich bringt, wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen aufeinander prallen, entstand das Projekt Lebensnetzwerke. Lukas Scichilone ist der Projektleiter der 8.A. Er erzählt, welches Anliegen die Schüler damit verfolgt haben: „Bei dem Projekt "Lebensnetzwerke" geht es darum, zu zeigen, wie verflochten wir mit der Welt sind. Dafür haben wir eine beschichtete Europa - Karte genommen und alle restlichen Flaggen der Welt am Rand auf geklebt.“
Was nun wie ein flüchtiges Spiel beginnt, hat einen tieferen Hintergrund. Jeder, der an der Karte vorbeikommt, schnappt sich einen Stift und zeichnet Verbindungslinien. Jemand wohnt vielleicht in Österreich, hat Familienmitglieder in Deutschland, Freunde in Belgien, Verwandte in Kanada und so weiter. Innerhalb der Europakarte kann man die einzelnen Länder direkt verbinden. Wenn man ins „Ausland“ möchte, zieht man eine Linie zur entsprechenden Fahne.
Falscher Nationalstolz
Am Ende verbindet man die angepeilten Länder auch noch miteinander und so sieht man auf einmal ein Netz von vielen Linien vor sich. „Durch diesen Vorgang des Verbindens merkt man, das wir nicht eine Nationalität, sondern enorm vernetzt sind. Wozu dann diese ganzen Streitereien um die Nationalität? Das Internet beweist, das wir über 5 Ecken mit der ganzen Welt verbunden sind. Wir sind nicht viele einzelne Rassen oder Völker, wir sind EINS!! Finden Sie mir doch bitte einen einzigen Österreicher, der keine Außer - österreichische - Verwandten innerhalb der letzten zwei Generationen hat, ich kenne zumindest niemandem der auf diese Bescheibung passt“, so Lukas Scichilone.
Das Projekt „Lebensnetzwerke“ wurde dann von den SchülerInnen bei X Netze eingereicht, das wiederum ein Projekt des Science-Centers Netzwerk ist. Hier dreht sich alles um Netze: Spinnennetze, Blattnetze, Wassernetze… im Alltag gibt es Unmengen an Netzen, die man oft mit den Augen nicht sieht. Die Frage, welche wissenschaftlichen Phänomene und technischen Zusammenhänge dahinter stecken, kann man hier auf kreative Weise bearbeiten und beim Wettbewerb einreichen. Die nächste Einreichfrist endet am 31. Dezember 2008, aber auch 2009 gibt es wieder vierteljährliche Einreichtermine. Zu gewinnen gibt’s zwischen 300 bis 500 Euro pro Projekt.
Lukas Scichilone ist auf alle Fälle sehr begeistert: „Mir persönlich hat dieses Projekt echt gefallen und ich hatte voll Spaß dran. Ich bin zwar Leiter des Projekts und ich habe hinter den Kulissen oft die Fäden gezogen, aber ohne die Mitarbeit der ganzen Klasse wäre das nie ein solcher Erfolg geworden. Hier muss ich ein riesiges Lob an meine Klasse sagen, denn die Kraft, mit der wir alle zusammen gearbeitet haben, ist bemerkenswert. Ich kann mir gern vorstellen noch weiter solcher Projekte zu machen, mich begeistern solche Dinge.“
http://www.science-center-net.at/x-netz/index.php?id=137




