24.06.09 16:36

fast ein Holodeck

Project Natal kann man „nur mit Hilfe der eigenen Lebenserfahrungen steuern", sagt einer der Entwickler von Microsoft. Eine neue Generation von Spielen kommt auf uns zu – ohne etwas in der Hand oder an den Beinen zu haben, lassen sich Spiele einfach durch den Körper steuern.

Seltsam herumfuchteln...

Microsoft hat in Los Angeles auf der Videospielmesse E3 die neueste Entwicklung im Bereich Videospiele präsentiert. Um zu spielen, braucht es in Zukunft weder Joystick, noch Tatstur, Board oder Mikrofon. Einfach nur durch Gestik, Gesichtsausdruck und Stimme kann man mit dem Spiel interagieren. Das schaut dann mitunter ein bisschen seltsam aus, wenn man vor dem Fernseher steht und dabei wild herumfuchtelt oder Grimassen schneidet.

Microsoft will erreichen, dass Videospiele in Zukunft ganz anders bedient werden als es momentan noch der Fall ist. Die neue Spielegeneration läuft unter dem Titel „Project Natal“. Es handelt sich dabei um eine neue Technologie, die als Zubehör für die Xbox 360 entwickelt wird. Das Geniale an dem Ding: Das System erkennt die Bewegungen des menschlichen Skeletts

"Project Natal" ist eine Technik, die den Controller überflüssig machen soll. In dem kleinen Kasten stecken eine Kamera, Mikrofone und ein Sensor. Mit diesen Geräten kann die Konsole jede Person eindeutig identifizieren. So kann sie zwischen Gesichtern, Stimmen und Größen unterscheiden, vor allem aber auch Bewegungen anhand von Verschiebungen von Knochen erkennen. Das menschliche Skelett wird gescannt und die Bewegungen werden dreidimensional auf den Bildschirm übersetzt.

Spiel mit Milo 

Es gibt bereits einige Spiele, aber vieles muss erst noch erfunden werden. Peter Molyneux hat ein Spiel mit dem Titel „Milo“ entwickelt. Hier wird deutlich, was „Project Natal“ auszeichnet: Milo ist ein kleiner Junge, der auf Personen reagiert, die sich dem Fernseher nähern. Er spricht mit dir, folgt deinen Bewegungen, reagiert auf Stimmungen. Er lädt zum Tauchen ein und wirft einem eine Taucherbrille zu. Die kann man „fangen“ und „aufsetzen“. Im Wasser sieht man sein eigenes Spiegelbild und es bewegt sich, wenn man die Hände „hineinstreckt“. Und wenn man Milo eine Zeichnung macht, kann man sie ihm auch durch den Fernseher reichen.

Eine Weile wird’s wohl noch dauern, bis das Wunderding erhältlich ist, aber die Freude darauf ist jetzt schon sehr groß.

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